Krakowka`s Bierhandlung

weitere Materialien zu Krakowka’s Bierhandlung:

1946 kamen nach einem halben Jahr auf der Flucht, 5 vertriebene sudetendeutsche Familien nach Borstendorf. Herta Neumann wohnte mit ihren 2 Kleinkindern und ihrer Mutter hier im Haus.
Das kleinere der beiden Kinder hat nie seinen Vater kennengelernt, da er im Krieg gefallen war. Herta Neumann zog später in die Wohnung der Schule in Borstendorf, wo sie auch als Handarbeitslehrerin tätig war.

Schreiben des Borstendorfer Bürgermeisters Schubert vom 29.04.1946 an die Fa. Fritzsche in Großbothen, mit der dringenden Bitte um Unterstützung in Form von Haushaltsgegenständen, wie z.Bsp. Waschschüsseln und Töpfe für die 600 Umsiedler und Bombengeschädigten, die in Borstendorf aufgenommen wurden. Als Tauschware bot man Artikel der heimischen Industrie Borstendorfs an. Im Jahr 1946 gab es 3400 Einwohner.

Stand Januar 2023: Ergänzung zum Tafeltext – Dieser Lieferschein vom 24.10.1934 beweist, dass im Haus einst vor Krakowka`s Bierhandlung Paul Neubert einen Getränkehandel hatte, vermutlich ist er mit dem sogenannten „Bier-Neubert“ auf der Eppendorfer Straße 17 (Ortslistennummer 65C) verwandt

Erstes Foto des Guts

Martha Theresie Rümmler, geb.Wagner (geb. 1881) und Hermann Waldemar Rümmler (geb.1879)

Erinnerung an die Hochzeit

Alte Flurkarte, welche den Verlauf der alten Dorfstraße in Richtung Eppendorf zeigt

Bauzeichnung zum Einbau eines Elektromotors zur vereinfachten Fertigung von Holzartikeln, wie Rührlöffel etc. von 1910. Auf der Zeichnung kann man gut die Gliederung der einzelnen Räume im Erdgeschos sehen.

Ein Mieter vor dem Gehöft

Haushälterin mit Frieda Martha Rümmler und Bruder Paul zum Schulanfang – Foto ca. 1913

Hermann Waldemar Rümmler mit Tochter Frieda Martha sowie Sohn Paul ca. 1914

Bauzeichnung zum Einbau einer Wohnung für Herrn Waldemar Rümmler von 1934

Foto von 1938

Seitenansicht des Hauses mit Krakowka`s Bierhandlung

Ergänzung zum Text Stand 2025:
Am 13.Februar 1945 befand sich Frieda Martha Krakowka mit ihrer 4 jährigen Tochter Alice Anna bei Bekannten in Falkenau bei Dresden. Alice Bötte, geb. Krakowka erinnert sich noch heute an die Bombennacht, weil sie die „schön anzusehenden“ Christbäume, die Leuchtbomben der Royal Air Force, noch vor Augen hat, bevor das schwere Bombardement startete. Vater Wilhelm Anton Krakowka überlebte nur, weil er sich an die Elbe flüchtete. Über 100 Menschen (Hotelgäste und/oder Nachbarn, Angestellten) suchten Schutz im Bierkeller des Hotels und erstickten an Sauerstoffmangel.

Siegfried Uhlig, genannt Milchmann, bei der Auslieferung des Bieres an die Kunden

Gemeindeschwester Hildegard aus Borstendorf mit Wilhelm Anton Krakowka in den 50er Jahren

Ilse Böttcher geb. Krakowka vor dem Anbau hinter dem Haus (mit 3 Toiletten sowie Waschhaus). Daneben befand sich der Eingang zum Kuhstall. – Foto Mitte der 50er Jahre

Rechnungsblock der Brauerei Bergt Reichenbrand

Garageneinbau Anfang der 60er Jahre v.l.n.r. Wilhelm Krakowka, Ehefrau Frieda Krakowka, geb. Rümmler, Mieterin Minna Richter, Alice Krakowka, Paul Michau und der Horndreher Karl Uhlig (Pfarrweg 4)

Altes Werbeschild

Alte Bierdeckel der Brauerei

Seitenansicht aus den 60er Jahren

Alice Martha Bötte, geb. Krakowka mit Ehemann Manfed Bötte zur Hochzeit am 22.09.1961

Zustand des Hauses 1978

Foto des Guts von 1991

Einbau eines großen Fensters in den Giebel im Jahr 1994

Alice und Manfred Bötte mit ihren Söhnen im Jahr 2009