Die Köhlerei Borstendorfs
weitere Materialien zur Köhlerei Borstendorfs:
Die sächsische Berg- und Hüttenordnung von 1721 schreibt das Habit (Festkleidung) vor.
Links: Köhlermeister, Mitte: Köhlerknecht, Rechts: Kohlenmesser
Quelle der Buntfotos: Flyer – Am Auersberg-Der geheimnisvolle Teil des Erzgebirges
Aufbau eines Erdmeilers

Der Holzkohlemeiler wird auf einer kreisrunden ebenen Fläche (Kohlplatte) errichtet. Der Bau beginnt in der Mitte mit dem sogenannten Quandel, das aus Fichtenstangen gebildet wird. Diese lässt man senkrecht in den Boden ein und verbindet sie miteinander.

Um die Richtstange wird sorgsam trockenes harzhaltiges Holz aufgeschichtet, wobei man auf einer Seite das Quandel für das Anzünden offen lässt. Eine Holzstange markiert den Zündkanal. Während Spaltholz, vorwiegend Buchenholz in 3 bis 4 Etagen um das Quandel aufgebaut wird, entsteht ein Meiler von einem Durchmesser von 8-10m und einer Höhe bis ca. 4-5m.

Darüber kommt das „Dach“ (Rauhdecke), eine Schicht aus Reisig, Laub, Stroh oder Moos, um das Absickern der anschließend aufzubringenden Meilererde (Lösch-Mutterboden, Kohlenklein, Kröselkohle) zu verhindern.

Die Erde dichtet den Meiler ab. Mit der Schaufel oder Kohlenkrücke wird sie befestigt und geglättet.

Durch den Zündkanal, welcher anschließend verschlossen wird, entzündet der Köhler mit der Zündstange das Quandel.

Die Verschwelung regelt der Köhler indem er rundum kleine Löcher sticht oder sie wieder verschließt. Die Farbe des Rauches gibt ihm Auskunft über die Verkohlung. Im Laufe des Verkohlungsprozesses schrumpft der Meiler auf 1/3 seiner ursprünglichen Größe. Um unnötige Hohlräume zu verschließen, schlägt der Köhler mit einem Brett, das an einer Fichten,-oder Birkenstange befestigt ist, immer wieder auf die Decke.

Tag und Nacht hält sich der Köhler bei seinem Meiler auf. Der Köhler wohnte damals in einer aus Holz errichteten, schlichten Köhlerbehausung (Köhlerhütte), meist in Spitzdachform. Mindestens alle 3 Stunden sind Kontrollmaßnahmen erforderlich. Der gesamte Prozess, vom Aufbau bis zum Öffnen des Meilers und der Ernte der Kohle, dauert je nach Größe des Meilers ca. 1-3 Wochen.

Dann kann der fertige Meiler mit Hilfe von Zieh,-oder Störhaken aufgebracht werden. Die Kohle wird mit dem Rechen aus dem Meiler gezogen und anschließend mit Wasser gelöscht. Nach ihrer Abkühlung wurde sie verladen.

Werkzeuge der Köhler

Darstellung der Köhler von 1719

Köhlermeister und Köhlergeselle mit Holzkohle als Teil einer Bergparade spiegelt die Bedeutung im Bergbau wider – Fotografiert im SMAC Chemnitz

Ortschaften, die vom Kohleplatz Borstendorfs in die Hütten fahren mussten

Holzkohle aus dem Röthenbacher Wald-gefunden im Jahr 2014: Fundort oberhalb vom Großen Hangweg. Damals wurden auch Kohlemeiler im Wald oder einer Waldlichtung errichtet.

Dörfer, die für das Montanwesen Kohlefuhren leisten mussten

Gemeinschaftsarbeit des Schnitzvereins Borstendorf e.V. von 1962 – Besuch beim Köhler
Kommende Veranstaltung
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Schachturnier am 31.05.2026 im Kulturhaus Borstendorf
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Großes Vereinsfest 2026 „100 Jahre Handball in Borstendorf “ vom 12.-14.06.2026
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Floristik-Workshop mit Wiesenblumen am 12.06.2026
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Wendt & Kühn

